Pressemitteilung Computable

Cybercrime-Lektion im mobilen Escape Room

Cyberkriminalität ist ein aktuelles Thema. So aktuell, dass es nun auch einen echten Cybercrime Escape Room gibt. Es handelt sich um einen mobilen Escape Room, der für einen ganzen oder halben Tag gemietet werden kann. Die Teilnehmer werden eine halbe Stunde lang gehackt und sprechen anschließend mit einem Experten darüber, was genau thematisiert wurde und wie man damit umgeht.

Dies wurde von Escape Room Designer aus Stampersgat in Brabant entwickelt. Das Unternehmen möchte nach eigenen Angaben jedem diese Gefahren auf pädagogische Weise vor Augen führen. Der ehemalige Kommandoanhänger wurde zu einem Escape Room umgebaut, in dem verschiedene Themen im Bereich Cybercrime behandelt werden.

Erfinder Frank Kastelein: „Wir haben uns ein unterhaltsames Spiel ausgedacht, bei dem wir Menschen dazu verleiten, Dinge zu tun, die sie eigentlich nicht tun sollten. Dazu gehören unter anderem die Verwendung eines unbekannten USB-Sticks, die Zahlung von Lösegeld bei einem Ransomware-Hack und das Öffnen einer Phishing-E-Mail. Man merkt, dass die Teilnehmer unter Zeitdruck alles tun, was falsch ist.“

Cybersecurity-Experten

„Man merkt, dass die Teilnehmer unter Zeitdruck alles tun, was falsch ist.“

Kastelein bezieht bewusst IT-Spezialisten in die Entwicklung des Escape Rooms ein. „IT-Studenten der Hogeschool Zoetermeer haben bei der Entwicklung von Requisiten für den Escape Room geholfen. Zudem erhalten die Teilnehmer nach dem Escape Room eine Analyse durch einen Cybersecurity-Experten. Hierfür arbeiten wir mit Partnern wie De Gezonde Digitale Organisatie (DGDO) zusammen, einer Tochtergesellschaft des IT-Dienstleisters Nemesys Groep aus Oud-Beijerland.“

Infosecurity und Data & Cloud Expo

Der Escape Room wurde im vergangenen Herbst erstmals auf der Data & Cloud Expo in der Jaarbeurs Utrecht vorgestellt. „Dies war sofort ein großer Erfolg. Viele große Banken, Kommunen, Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen haben unseren Escape Room nach der Einführung bereits gebucht, um ihre Mitarbeiter für die Gefahren der Cyberkriminalität zu sensibilisieren. Wir arbeiten daher bereits intensiv an der Entwicklung eines zweiten Escape Rooms zum Thema Cybercrime.“

Russische Spione

Die Inspiration für diesen Escape Room erhielt Kastelein durch die große mediale Aufmerksamkeit im Oktober 2018 rund um russische Spione, die im April desselben Jahres die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) in Den Haag hacken wollten.

Die Teilnehmer im Escape Room befinden sich vermeintlich in einem Anhänger des MIVD, in dem diese Russen als Racheakt eine Bombe platziert haben, nachdem der MIVD sie öffentlich an den Pranger gestellt hatte. Ziel des Escape Rooms ist es, die Bombe zu entschärfen.

Quelle: https://www.computable.nl/artikel/opmerkelijk/security/6597248/5933077/cybercrime-les-in-mobiele-escape-room.html

Pressemitteilung BN de Stem

Bombe entschärfen in Stampersgat: Hier ist es möglich

In einem Militäranhänger des MIVD wurde eine Bombe platziert. Da die niederländische Regierung beschlossen hatte, die vier russischen Hacker kürzlich öffentlich zu entlarven, schickte Putin seine beste Spionin, Natascha, um alles in die Luft zu jagen. Die Bombe muss innerhalb einer Stunde entschärft werden, indem verschiedene Rätsel und Aufgaben im Escape Room Cyber Security von Escape Room Designer in Stampersgat gelöst werden.

Verschiedene Rätsel müssen gelöst werden. Der Escape Room ist für sechs bis acht Teilnehmer geeignet, und Zusammenarbeit ist unerlässlich, um die Bombe innerhalb einer Stunde zu entschärfen. So gibt es beispielsweise ein Feld mit farbigen Tasten, die aufleuchten, und man muss sich merken, welche Taste welche Farbe hat. Für jemanden ohne fotografisches Gedächtnis ist das allein nicht zu schaffen, so der Designer. Wenn das Rätsel gelöst ist, öffnet sich eine Tür zum nächsten Teil des Escape Rooms. „Der Zeitdruck sorgt dafür, dass man innerhalb einer Minute man selbst ist. Man bewegt sich unter dem Stress einer Bombe, die bald explodiert, und es ist interessant zu sehen, wie sich jeder dann verhält. Es geht um Zusammenarbeit und Kommunikation. Wir haben ein Periskop, das einen durch ein Labyrinth führt, wenn man hindurchsieht. Man kann nach links und rechts schauen. Über einen Joystick in einem anderen Teil des Raums kann man sich vorwärts und rückwärts bewegen. Das findet man nur heraus, indem man alles ausprobiert und miteinander kommuniziert.“

Lehrreich

Der Escape Room macht nicht nur Spaß und ist gesellig, es ist auch beabsichtigt, dass die Teilnehmer etwas über Computersicherheit lernen. „Alle häufig gemachten Fehler in Bezug auf Cybersecurity kommen im Escape Room vor. So klingelt zum Beispiel irgendwann das Telefon und es wird nach dem Geburtsdatum gefragt. Eigentlich sollte man dieses nicht angeben, da viele Menschen ihr Geburtsdatum als Passwort verwenden. Außerdem haben wir hier kostenloses WLAN, was extrem gefährlich ist. Wenn man sich damit verbindet, wird man im Handumdrehen gehackt. Wir möchten die Menschen für die Gefahren sensibilisieren, während sie gleichzeitig Spaß haben.“

Frank Kastelein fertigt mobile Escape Rooms aus LKW-Anhängern. Im Bild mit Cas, Demi und Mélanie.

© Pix4Profs/Marcel Otterspeer

Quelle: https://www.bndestem.nl/roosendaal/bom-ontmantelen-in-stampersgat-hier-kan-het~ac56af53/